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Verabschieden
Privat & Gemeinschaftlich

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Das Gemeinschaftliche: Gestaltung der Trauerfeier
 

Die Gestaltung der Trauerfeier liegt primär in den Händen der Angehörigen. Es ist jedoch ratsam, dabei das Leben und die Persönlichkeit der/des Verstorbenen zu berücksichtigen, damit die Feier authentisch wirkt und den Menschen widerspiegelt, von dem Abschied genommen wird.

Eigene Vorstellungen sollten sich mit den Vorstellungen im Sinne der/des Verstorbenen ergänzen.

 

1. Die Art der Trauerfeier

⛪ Kirchliche Bestattung

In unserer Region werden viele Beerdigungen traditionell im kirchlichen Ritus abgehalten. Der Ablauf ist hier zwar weitgehend festgelegt, dennoch können Sie in Absprache mit dem Pastor/Pfarrer und uns eigene Gestaltungselemente einfügen, wie zum Beispiel:

  • Musikstücke

  • Persönliche Reden

  • Fotos oder Bildpräsentationen

     

🗣️ Freie Trauerfeier oder Abschiednahme
 

Immer häufiger wird die freie Trauerfeier oder Abschiednahme gewünscht. Hier bestimmen ausschließlich die Angehörigen den Ablauf. Die Gestaltung ist sehr persönlich und stärker auf die/den Verstorbenen ausgerichtet.

  • Ablauf: Dies kann eine Abschiednahme von der Urne oder vom Sarg sein, die ausschließlich mit Musik begleitet wird, oder eine umfassende Feier mit Trauerreden.

  • Reden: Reden können von professionellen Trauerrednern verfasst und gehalten oder selbstverständlich von Familienmitgliedern übernommen werden.

  • Religiöse Elemente: Auf Wunsch können auch bei einer freien Trauerfeier religiöse Elemente (z. B. Gebete) integriert werden.

 

2. Persönliche Gestaltungselemente

Wir erstellen bei einer nicht-konfessionellen Bestattung gerne mit Ihnen zusammen eine individuelle Zeremonie für den Abschied und erarbeiten auf Wunsch auch die Trauerrede.

  • Texte und Worte: Hatte die/der Verstorbene Lieblingstexte, besondere Zitate oder Sprüche? Bringen Sie diese in die Feier ein. Auch bei einer kirchlichen Bestattung sind persönliche Momente in Absprache mit dem Geistlichen möglich.

    • Dies kann ein Musikstück sein (selbst gespielt oder "vom Band"), eine Rede oder nur ein paar Worte.

    • Sie können Fotos zeigen oder eine kurze Geschichte vorlesen.

  • Fotos: Ein Foto der/des Verstorbenen stellt für viele Trauergäste eine persönliche Verbindung her. Insbesondere neben einer Urne, die ein abstraktes Symbol darstellt, ruft ein Foto den Menschen noch einmal in Erinnerung. Auch im Gottesdienst wird es aus diesem Grund immer häufiger aufgestellt.

  • Blumen: Blumen sind ein traditionelles Abschiedssymbol, da die Blüte für Lebenskraft steht. Die Blumengaben symbolisieren durch ihr Verwelken auch die Vergänglichkeit und die Sterblichkeit des Menschen. Wir beraten Sie gerne zusammen mit unseren Floristik-Partnern.

  • Musik: Musik schafft Atmosphäre und weckt Erinnerungen.

    • Kirchlich: Bei einer kirchlichen Bestattung erfolgt die musikalische Untermalung meist durch Orgelspiel, eine der würdevollsten Formen von Trauermusik. Wenn Sie besondere Musikwünsche haben, sprechen Sie diese mit Ihrem Pfarrer ab, um sicherzustellen, dass sie zum Ablauf passen.

    • Frei: Erfolgt die Bestattung nicht im kirchlichen Rahmen, kann die Musik nach dem Empfinden der Hinterbliebenen oder den Wünschen der/des Verstorbenen frei ausgewählt werden. Die Würdigung der/des Verstorbenen steht dabei im Vordergrund.

 

3. Orte der Trauerfeier

Die Wahl des Ortes trägt maßgeblich zur Atmosphäre des Abschieds bei:

  • Klassische Orte: Kirchen und Friedhofskapellen. Hier sind die Abläufe oft festgelegter, was gerade älteren Menschen Halt und Sicherheit geben kann.

  • Konfessionsunabhängige Feiern: Finden oft in den Einsegnungshallen der Friedhöfe statt.

  • Alternative Orte: Eine Trauerfeier kann auch in den eigenen vier Wänden oder an einem anderen geeigneten Ort stattfinden. In Rheinland-Pfalz muss hierbei aus gesetzlichen Gründen eine Amtsperson (Bürgermeister, Pastor) oder der Bestatter anwesend sein.

  • Begräbniswälder: Die Trauerfeier findet meist direkt unter dem gewählten Baum am Grab statt.

Gestaltung der Abschiedsorte

Oft nehmen wir Abschied in den Trauerhallen der Friedhöfe. Da diese in der Regel leer sind und wenig Atmosphäre bieten:

  • Dekoration: Wir dekorieren die Abschiedshallen und statten sie mit dem Nötigen für einen würdevollen Abschied aus (z.B. Leuchter mit Kerzen, Dekorationsvorhang, Stühle).

  • Individuelle Gestaltung: Gerne können Sie die Räume selbst mitgestalten.

  • Gedenkkerzen: Dem uralten Brauch folgend, stellen wir Ihnen eine Schale mit Teelichtern zur Verfügung, damit Sie am Bildnis der/des Verstorbenen eine Kerze anzünden können.

🕊️ Abschied – Das Private: Nähe und Gestaltung der letzten Momente

 

Der Abschied von einemgeliebten Menschen ist ein zutiefst privater Moment. Wir unterstützen Sie dabei, diesen in einer Form zu gestalten, die Ihnen Trost und die Möglichkeit gibt, den Verlust besser zu verarbeiten.

 

1. Waschung & Versorgung: Achtsames Herrichten

In der Regel übernehmen wir die hygienisch einwandfreie Versorgung und das Herrichten der/des Verstorbenen. Dies ist die Grundlage dafür, dass in den meisten Fällen auch eine Aufbahrung über mehrere Tage möglich ist.

  • Unterstützung für Angehörige: Wenn Sie den Wunsch äußern, bei der Waschung oder beim Ankleiden der/des Verstorbenen behilflich zu sein, begleiten und unterstützen wir Sie gerne in diesem intimen Prozess.

 

2. Abschied Gestalten: Individuelle Wege

Konventionelle Wege müssen nicht zwingend beschritten werden. Der Abschied darf individuell gestaltet werden, um den Angehörigen bei der Trauerbewältigung zu helfen.

Die Verabschiedung kann erfolgen:

  • Zu Hause: Den Verstorbenen noch einige Stunden zu Hause behalten.

  • In der Friedhofskapelle

Wir halten die notwendige technische Ausstattung (Kühlung) sowie eine Grundausstattung an Dekoration und Kerzen für Sie bereit. Die gesamte Gestaltungsfreiheit liegt aber in Ihren Händen.

Unser Versprechen: Welchen Weg Sie auch wählen, wir stehen Ihnen bei der Umsetzung zur Seite!

 

3. Hausaufbahrung: Zurück an den Lebensort

Der alte Brauch der Totenwache und die Hausaufbewahrung erfüllen das elementare Bedürfnis der Trauernden, immer wieder zum verstorbenen Menschen gehen zu können. Dies hilft, das Geschehene zu realisieren und in Ruhe Abschied zu nehmen.

Wir ermöglichen die Rückführung an den Lebensort, auch wenn der Sterbefall in einem Krankenhaus, Heim oder Hospiz eingetreten ist:

  • Voraussetzungen: Sofern keine zwingenden Hindernisse (z.B. schwer zugängliche Treppen) bestehen.

  • Umsetzung: Dank moderner technischer Kühlgeräte und frühzeitiger, professioneller Versorgung stellt die Hausaufbahrung heute auch über mehrere Tage kein Problem mehr dar.

 

4. Persönliche Beigaben

Sarg- und Grab-Beigaben haben eine jahrtausendealte Tradition und sind ein starkes Zeichen der Verbundenheit. Sie dürfen dem geliebten Menschen etwas Persönliches mit auf den letzten Weg geben:

  • Ein gemaltes Bild der Enkel

  • Ein Familienfoto

  • Geliebte Gegenstände aus dem Alltag

  • Das klassische Sterbekreuz oder Schmuckstücke

 

5. Die Kleine Erinnerung: Ein Stück Verbundenheit behalten

Sie können die Erinnerung aufrechterhalten, indem Sie einen Erinnerungsgegenstand teilen:

  • Geben Sie Ihrem Angehörigen ein Stück (z.B. einen Herzstein, ein Stofftier oder ein kleines Schmuckstück) mit in den Sarg oder die Urne.

  • Behalten Sie gleichzeitig ein ähnliches oder identisches Stück für sich.

  • Bei Urnenbeisetzungen gibt es für viele Urnen ein passendes, kleines Gegenstück für Angehörige, in dem zum Beispiel eine Haarlocke oder ein kleines Schmuckstück aufbewahrt werden kann.

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